Proteste rund um Martin Schwabs Veranstaltung am 11.12.
Am 11.12.2025 fand an den Hörsälen im X-Gebäude ein Vortrag vom umstrittenen Professor Martin Schwab statt. Die Stupa-Liste :UniLinks! hatte daraufhin zum Gegenprotest aufgerufen. Der AstA verteilte Flyer in der Mensa X, die über Martin Schwabs außeruniversitäre Aktivitäten aufklären sollen. Durch mutmaßliche Schwab Unterstützter*innen und dem Gegenprotest entwickelte sich eine angespannte Stimmung.
Dazu haben Hertz 87.9 Redakteur*innen Henrik und Fiona Originaltöne auf der und um die Demonstration gesammelt und dabei auch ein Statement von einem der AStA Vorsitzenden eingeholt.
Im ersten Teil des Beitrags werden die Hintergründe des Eskalationsprozesses der Situation aufgearbeitet. Am 28.11. kündigte die Fachschaft Jura eine Veranstaltung mit Prof. Dr. Martin Schwab an. Diese wurde jedoch am 03.12. von der Fachschaft per E-Mail, aufgrund von Schwabs „aktuellen außeruniversitären Aktivitäten“, wieder abgesagt. Daraufhin hatte Schwab angekündigt, die Veranstaltung an der Universität, selbst zu organisieren.
Darauffolgend gab es den bereits genannten Aufruf durch :UniLinks!, mit dem Anspruch sich gegen die „Veranstaltung zu widersetzen“. Auf diesen Aufruf reagierte Schwab ebenso, mit einem weiteren Post auf seinem persönlichen Telegram Kanal. In diesem Beitrag kommentiert Schwab unter anderem: „Ich werde vor den selbsternannten Tugendwächtern keinen Millimeter zurückweichen. Punkt.“
Im zweiten Teil geht es um die Situation am 11.12. selbst. Dort werden Originaltöne aus der Demonstration verwendet, um die Stimmung abzubilden. Außerdem wurde Sebastian Sieg, einer der Vorsitzenden des Allgemeinen Studierenden Ausschusses, kurz vor der Veranstaltung von den Hertz 87.9 Redakteur*innen über die Positionen des AStAs interviewt: „Da wollen wir einfach aufpassen […], dass es hier nicht zu Übergriffen kommt und außerdem geht es uns ein bisschen darum, Jura Studierende darüber aufzuklären was Herr Schwab so neben seiner Lehrtätigkeit macht.“
Ein Nachtrag zum Beitrag: Der AStA hat am 13.12. einen offenen Brief veröffentlicht. Darin wirft er dem Rektorat vor, die Durchsetzung der Veranstaltung dem Schutz der eigenen Studenten zu haben. Der AStA fordert außerdem, „diese Prioritätensetzung zu korrigieren und sich erneut und glaubhaft von Martin Schwab und dessen politischen Aktivitäten zu distanzieren“. Auf unsere Presseanfrage teilt die Uni mit, man befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit dem AStA. Ob und wann sich die Uni öffentlich äußert, wird offen gelassen.