Nachhaltigkeitsbericht 2025: Darum kämpft die Uni Bielefeld mit ihren Nachhaltigkeitszielen
60 % weniger Treibhausgase bis 2027 im Vergleich zu 2019 – dieses selbstgesteckte Ziel aus ihrem Nachhaltigkeitsleitbild wird die Uni Bielefeld voraussichtlich verfehlen. Davon geht auch Prof. Dr. Dominik Schwarz aus. Der Rektoratsbeauftragte für Nachhaltigkeit erklärt im Hertz 87.9-Interview, dass für 2027 Einsparungen von 40 % realistischer seien. Das sei zwar nicht so hoch wie angepeilt, aber es sei trotzdem richtig, dass die Uni sich ambitionierte Ziele setze. Wichtig sei für Schwarz, dass die Uni in die Nähe des Ziels käme. Überprüft werden diese Fortschritte in Nachhaltigkeitsberichten – der Bericht für das Jahr 2025 ist im April erschienen.
Probleme gebe es zum Beispiel im Bereich Mobilität. Vor allem internationale Reisen würden stark in die Nachhaltigkeitsbilanz hereinzählen. Trotzdem solle die Uni internationalen Austausch fördern und sichtbar sein, um ihren Auftrag zu erfüllen. Auch die Mobilität zum Campus habe eine große Bedeutung. Dabei könnte es zukünftig auch Gespräche mit der benachbarten HSBI für gemeinsame Lösungen geben.
Während es aktuell vor allem um das Thema Energie ging, solle es künftig vor allem auch um die Klimafolgenanpassung der Uni gehen.
Viele Daten würden der Uni erst verzögert zur Verfügung stehen. Laut Schwarz sei die Uni Bielefeld dabei schon schneller als das Land NRW. In „ImGespräch“ erklärt Prof. Dr. Dominik Schwarz unter anderem, wie im kommenden Bericht noch aktuellere Daten präsentiert werden können, welche Schritte die Uni Bielefeld auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität schon umgesetzt hat und welche Projekte anstehen.