Katapulte, Kapitalismus und DIY-Punk: Geheimratszecken im Interview

Moderation: Ina Rogalski Gäste: Geheimratszecken

Seit über zehn Jahren machen die Geheimratszecken gemeinsam Musik. Nach Zwei Alkohol, egal was (2016) und …und niemand will’s gewesen sein! (2019) meldet sich die Bielefelder Punkband mit einem neuen Album zurück: MEIN BESTER TRICK. Es klingt „deutlich ausgereifter als das, was wir vorher gemacht haben, melodischer, schon poppiger“, beschreibt die Band ihre Entwicklung selbst.

Auch auf ihrem dritten Album bleiben sich die fünf Musiker treu und setzen konsequent auf den DIY-Gedanken. Vom Aufnehmen ungewöhnlicher Sounds, etwa Schotter mit dem Mikrofon, über das Cover bis hin zum Marketing organisieren sie alles selbst. Punk bedeutet für die Geheimratszecken Eigenständigkeit.

Inhaltlich bleibt es unbequem: Die Songs greifen gesellschaftliche und politische Themen auf von Internetkultur über Kapitalismus bis zur Fleischindustrie. Inspiration liefert der Alltag: „Es reicht ja eigentlich, den Fernseher anzumachen oder sich im Internet anzuschauen, was so los ist.“ Unpolitisch ist diese Band ganz sicher nicht. Trotzdem verlieren die Geheimratszecken nie ihren Humor und setzen auf absurde Bilder und überspitzte Metaphern statt auf den erhobenen Zeigefinger.

Warum es in einem ihrer Songs „nicht um Katapulte“ geht und dann doch um die Fleischindustrie, wie politische Wut und Humor zusammenfinden und weshalb Subtilität für sie wichtiger ist als Parolen, erzählen die Geheimratszecken im Interview.

Das Album ist ab dem 24.01.2026 Kooky Record Shop erhältlich oder kann auf Bandcamp gestreamt werden.