NRW-Bildungsministerium legt Entwurf zu G8-Reform vor

Das nordrhein-westfälische Schulministerium hat einen ersten Entwurf zur Abwicklung des umstrittenen Schulsystems G8 vorgelegt. Wie das Ministerium mitteilt, soll ab dem ersten August 2019 das alte G9-System wieder zum Regelfall werden. Laut NRW-Schlministerin Yvonne Gebauer sei die Unzufriedenheit mit G8 genauso groß gewesen wie der Wunsch nach einer Rückkehr zu G9. Bereits im Landtagswahlkampf zum Jahresbeginn waren sich die meisten Parteien einig, das Schulsystem nach 12 Jahren G8 wieder auf G9 umzustellen, die Rückkehr zu G9 hatte die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung bereits im Sommer 2017 verkündet. Der Reformentwurf soll nun vor allem den Schulen Klarheit über die weiteren Abläufe geben. Anfang 2018 soll demnach ein Gesetzentwurf in den Landtag gehen, noch vor der Sommerpause 2018 soll das Gesetz verabschiedet werden. Die Kosten der Umstellung will die Landesregierung anteilig übernehmen, dazu soll zunächst ein Gutachten erstellt werden. Außerdem soll es für einzelne Schulen die Möglichkeit geben, bei G8 zu bleiben, dazu sieht der Entwurf einen Beschluss der Schulkonferenz per Zweidrittelmehrheit vor. Nordrhein-Westfalen wäre nach Niedersachsen und Bayern das Dritte Bundesland, das zu G9 zurückkehrt.