Misogynie und Hass im Internet
Ein internationales Team erforscht, wie frauenfeindliche Inhalte im Internet Jugendliche beeinflussen. Das berichtet die Universität Siegen. In der Forschung von Prof. Dr. Nicole Milman-Dörr geht es überwiegend um KI-generierte Bilder und Videos, die über soziale Medien wie TikTok, Instagram oder X geteilt werden.
Prof. Dr. Milman-Dörr sagt, dass digitale Frauenfeindlichkeit etwa durch Memes, Selfies oder Videos gezeigt werden, die harmlos wirken, aber diskriminierendes Gedankengut verbreiten.
Die Forschung greift auf Fallstudien aus den USA und Europa zurück. In den Fallstudien habe sich bereits gezeigt, dass traditionelle Rollenbilder der Frau ansprechend gestaltet werden, um so rechtsextremes Gedankengut für Jugendliche schmackhaft zu machen.
Die Inhalte würden mit einem negativen Feindbild gegenüber feministischen und queeren Frauen kombiniert werden. Weiter erklärt Nicole Milman-Dörr, dass die Selbstaufwertung der „richtigen“ Frauen und Männer verbunden mit der Abwertung liberaler und marginalisierter Gruppen der Mobilisierung rechtsextremer Affekte dienen würden.