Jugendliche mit Migrationshintergrund sehen sich oft auf dem falschen Schulniveau
Jugendliche mit Migrationshintergrund haben häufiger das Gefühl, einem zu niedrigem Schulzweig anzugehören. In einer Umfrage des Projekts „Student’s Perception of Inequality and Fairness“ gaben etwa 25 Prozent der Befragten mit Migrationsgeschichte an, eigentlich auf einen höheren Schulzweig zu gehören. Das Gefühl sei unabhängig davon, ob ihre Leistungen das rechtfertigen. Unter den restlichen befragten Jugendlichen sehe das nur jede zehnte Person so. Laut den Forschenden sind die Gründe für die Wahrnehmung Informationslücken, hohe Erwartungen der Eltern und Schulstigmatisierung. Besonders häufig seien demnach Jugendliche mit Migrationshintergrund an Hauptschulen betroffen. Gerade an diesen sei das Gefühl vom Bildungserfolg ausgeschlossen zu werden besonders weit verbreitet. Das Gefühl einer ungerechten Behandlung, könne die schulische Leistungsbereitschaft beeinträchtigen.