Japan in den Osten gerutscht

Nach dem Tōhoku-Erdbeben und Tsunami 2011 haben Forschende jetzt einen neuen Erdbeben-Effekt entdeckt. Laut einer Studie der University of Chicago und des Fachjournals Science löste das Beben 13 Minuten nach dem Hauptstoß einen ungewöhnlich starken Scherwellen-Puls aus. Dieser Puls verschob ganz Japan um bis zu 5,5 Millimeter nach Osten. Die Forschenden fanden heraus, dass die Wellen vom Erdkern reflektiert wurden und dadurch fast gleichzeitig im ganzen Land ankamen. Die Entdeckung könnte helfen, neue Risiken bei schweren Erdbeben besser zu verstehen.