Ehegattensplitting sorgt für weniger Vollzeitbeschäftigung bei Frauen

Für etwa die Hälfte der Frauen in Deutschland lohne sich die Aufstockung der Arbeitszeit aus finanzieller Sicht nicht. Laut einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung bremse das Ehegattensplitting die Ausweitung der Arbeitszeit bei 45 bis 66 jährigen verheirateten Frauen in Teilzeit aus. Das Ehegattensplitting ist vorteilhaft für Paarkonstellationen, bei denen ein Partner fast das gesamte Haushaltseinkommen erbringt. Der andere Partner hat dabei höchstens einen Minijob. Eine Befragung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeige, dass eine Reform des Ehegattensplittings das Potenzial habe 175.000 zusätzliche Vollzeitstellen besetzen zu können. Aktuell arbeiten viele Frauen weniger während der Kindererziehung, um die Haus- und Sorgearbeit zu übernehmen. Danach bleiben viele Frauen in Teilzeit, oft auch im Minijob.