Plattenkritik: Kate Tempest – Let Them Eat Chaos

Moderation: Linda Auhage Marlena Dorniak Jan-Michael Stiegelmeier

„It´s 4.18 am // at this very moment // in this very street // seven different people // in seven different flats // are wide awake // they can´t sleep“, „Is anybody else awake? Will it ever be day again?“

Das fragen sich eben diese sieben Menschen, in der Nacht, in der der Sturm kommt. Menschen, die das große Unwetter nicht heranrollen hören, da sie so beschäftigt sind mit ihrem eigenen, persönlichen Schicksal, das sie wach hält und zwingt, die Nacht schlaflos zu verbringen. Verlorene Seelen in einer Straße in London, die scheinbar nichts verbindet, während sie sich räumlich alle so nahe sind.

Kate Tempest wendet ihren Blick vom Großen, Umfassenden, zum kleiner Werdenden. Aus dem Weltall auf unseren Planeten, von der gesamten Weltbevölkerung auf Großbritannien, von dort aus auf London, in London in eine einzige Straße, dort in die einzelnen Wohnungen in der Nachbarschaft.

Kate Tempest bekommt ausschließlich gute Kritiken und Sonderlob für ihre Texte. Zurecht? Wir hören das Album ab 18 Uhr und diskutieren u.a. mit der Autorin des der obigen Zeilen.