Plattenkritik #67: Tote Hosen vs. Nihiling vs. Body Count

Moderation: Jan-Michael Stiegelmeier Marlena Dorniak Till Sadlowski Redaktion: Ida Marie Altheide Georgina Mae Mowwe

Wenn man sich die letzten Ausfälle von Campino anschaut, könnte man meinen, die Musikindustrie hat den aufmüpfigen Kern der einst so rebellischen Band Die Toten Hosen längst gefressen und verdaut. Vielleicht können sie mit ihrem neuen Album Laune der Natur zeigen, dass sie in ihren Herzen immer noch die alten, ungepflegten, biertrinkenden Zecken sind, die die Welt in ihnen lang vermisste. Wir werden sehen, ob auf den Uhren der Hosen noch „Punk“ steht.

Plattenkritik #67 ist ein Sandwich aus altbekannten und neuen Bands. Mit Nihiling als Belag schauen wir in ihr Album Batteri. Noch frische drei Jahre alt, zeigen sie mit ihrer ganz eigenen Interpretation von Post-Rock seit der Gründung eine bunte Palette Synthie-Variationen und immer neue Ansätze mit dem Genre umzugehen. Ob wir mit der neuen Scheibe den Eindruck bekommen, sie sind angekommen oder, ob ich sich ihr Stil noch weiter entfaltet, sehen wir heute.

Die Ende der Achtziger gegründete Crossover-Band Body Count vereint nun schon seit fast 30 Jahren gekonnt Elemente von Hip-Hop, Hardcore-Punk und Heavy-Metal. 3 Jahre mussten ihre Fans auf ein neues Studioalbum warten, doch jetzt sind sie mit ihrem Werk Bloodlust zurück. Bleiben sie ihrer aggressiv-direkten Art treu oder kehrt langsam Ruhe in die sonst gewohnt schnellen Beats ein? Heute finden wir es heraus.