Paris und die Folgen

Moderation: Philip Strunk Gero Brinkmann Redaktion: Malin Stuckmann Musik: Linda Auhage

Es ist der Grund für Millionen von Menschen aus ihrer Heimat zu fliehen: Terror. Selbstmordattentäter, die sich mit der mörderischen Hoffnung auf das Paradies in die Luft sprengen, skrupellose Terroristen, die scheinbar ohne Emotionen Geiseln köpfen. Für Europäer_innen war dies bisher eine ferne Welt, für die Menschen im Nahen Osten ist der Terror bittere Realität. Der Anschlag vor einer Woche am Freitag den 13. November in Paris hat den Terror des „Islamisches Staates“ nun aber auch geografisch gesehen ins Zentrum Europas gebracht. Und auch wenn die Quelle des Terrors entfernt scheint, einige der Drahtzieher kommen aus Frankreich, Belgien, leben in Deutschland oder Skandinavien. Sie radikalisieren sich in ihrer Heimat, um dann im Nahen Osten als Kämpfer für den „IS“ ausgebildet zu werden.

In einer Sonderausgabe von „InFakt – Das Magazin“ lassen wir die Bielefelder Wissenschaftler Prof. Dr. Andreas Zick und Prof. Dr. Tilmann Sutter zu Wort kommen: Es wird um Radikalisierung junger Menschen und die politischen Folgen des Anschlags gehen. Dabei wollen wir auch einen differenzierten Blick auf die mediale Berichterstattung wagen und die Diskrepanz im Umgang mit dem Anschlag thematisieren: Wieso solidarisieren sich mehr Menschen mit Frankreich als etwa mit Betroffenen aus Beirut, wo nur einen Tag zuvor ebenfalls ein Anschlag stattfand? Außerdem sprechen wir mit einer Studentin, die den Anschlag aus unmittelbarer Nähe erlebt hat, da sie derzeit für ein Auslandssemester in Paris ist.