Nachbericht vom Sportbusinesstag

Wichtige Persönlichkeiten aus Sport und Wirtschaft als Dozierende erleben? Diese Möglichkeit bekamen die Teilnehmenden beim Sportbusinesstag. Der ist am vergangen Mittwoch in die siebte Runde gegangen. Wie jedes Jahr wurde die Veranstaltung von Studierenden selbst organisiert. Das ging vom Einladen der Referenten über die Moderation bis hin zur Akkreditierung der Gäste. Über den ganzen Tag verteilt, wurden Vorträge über Berufsmöglichkeiten und Werdegänge gehalten. Die Referenten sind alle im Bereich Sport tätig, gerade aber auch in wirtschaftlichen Teilen. Einer dieser Referenten ist Markus Rejek, Geschäftsführer bei Arminia Bielefeld. In seinem Vortrag hat er über die Krise bei der Arminia erzählt und vor allem berichtet, wie das Krisenmanagement aussehen kann. An seinem Vortrag ist ihm besonders wichtig gewesen, dass die Studierenden sich auch praktisch weiterbilden:

„In der Universität lernt man viele wichtige, viele theoretische Dinge. Wenn man dann irgendwann selbst im Berufsleben steht, dann merkt man, dass da noch ein anderer Wind weht. Und ich hoffe, ich konnte die Studierenden aufmuntern möglichst viel während ihres Studiums in Praktika und in Arbeit in Organisationen zu investieren. Weil das ist dann am Ende auch ausschlaggebend und wichtig.“

Als ehemaliger Student der Uni Bielefeld konnte er ein gutes Beispiel für die Studierenden geben, wie das Leben nach dem Studium aussehen kann. Deshalb findet er die Veranstaltung äußerst sinnvoll, weil auch die Universität und die Unternehmen davon profitieren.
Doch den Zuschauerinnen und Zuschauern wurden noch andere Einblicke gewährt. Unter anderem hat Jörn Höcker über virtuelle Bandenwerbung referiert und konnte dabei in viele gespannte Gesichter blicken.
Allerdings ist der inhaltliche Aspekt gar nicht der Fokus. Für die Studierenden, die den Sportbusinesstag organisiert haben, kommt noch ein weiterer wichtiger Lerneffekt hinzu. Sie haben die Möglichkeit bekommen, praktisch zu arbeiten. Dr. Stefan Pfaff betreut den Sportbusiness-Tag seit vielen Jahren. Seiner Ansicht nach bringt die Planung und Durchführung für die Studierenden vor allem wichtige Lebenserfahrungen:

„Sie haben eine Erfahrung vermittelt bekommen, die glaub ich größer wiegt als nur lernen oder etwas kognitiv wahrnehmen. Wie eine Klausur, wo man solche Dinge reproduziert. Sie haben tatsächlich ne Erfahrung gemacht und die ist Gold wert, finde ich.“

Also auch mal Lernen abseits der Theorie. Außerdem konnten den Studierenden Ratschläge und ein Einblick in die jeweiligen Lebensläufe der Personen gegeben werden. Es wurde immer wiederholt, dass man in viele Bereiche schauen und möglichst viele Praktika machen solle. Wertvolle Ratschläge also von Menschen, die mal in einer ähnlichen Situation waren. Das wurde von den Teilnehmenden auch positiv an die Referenten zurückgegeben. Stefan Pfaff ist ebenfalls sehr zufrieden mit der Veranstaltung und den Ergebnissen, die sich auch positiv auf die Universität auswirken:

„Ich muss sagen sie haben das ausgezeichnet gelöst. Sie haben eine sehr professionelle Veranstaltung auf die Beine gestellt, auf die zum einen die Abteilung Sportwissenschaft und der Studiengang Wirtschaft und Gesellschaft sehr stolz sein kann. Und zum anderen natürlich auch die Uni selbst, die so eine gewisse Strahlwirkung entwickelt hat. Also lange Rede, kurzer Sinn: Ich fand', dass sie das prima gelöst haben und hervorragend organisiert haben.“

Der Moderator Kolya Kleine-Vehn war auch begeistert vom guten Ablauf der Veranstaltung. Eine Vortragsform hat ihm dann aber doch gefehlt:

„Was ich ein bisschen schade fand ist, dass wir dieses Jahr keine Podiumsdiskussion hatten. Das haben wir aber so entschieden, weil es vom Teilnehmerfeld besser gepasst hat. Wenn man aber in den nächsten Jahren ein Teilnehmerfeld erwischt, wo man nen gemeinsames Thema findet dann kann man das auf jeden Fall machen. Aber ansonsten hat das eigentlich alles gut geklappt.“

Vielleicht gibt es im nächsten Jahr dann wieder eine Diskussionsrunde, denn auch 2020 wird es die Veranstaltung an der Uni geben.